Erster Weltkrieg 1914-1918
Der Erste Weltkrieg und die Schlacht um Verdun.
Verdun hatte für den Ersten Weltkrieg die gleiche Bedeutung wie Stalingrad für den Zweiten Weltkrieg:
ein wichtiges
historisches und strategisches Ereignis, eine ausserst schmerzvolle Erinnerung.
Seit Beginn des Krieges im Jahre 1914 wurde Verdun,
seine Zitadelle und der Gürtel der die Stadt schützenden Forts als einer der Schlüssel
der franzôsischen
Verteidigungsanlagen angesehen. Die deutschen Strategen beschlossen daher die Eroberung dieser Stadt.
lm Februar 1916 ist die deutsche Armee bereit, eine groß angelegte Offensive zu starten. Ihr Ziel ist es, einen entscheidenden Durchbruch zu erlangen oder zumindest die franzôsischen Truppen entscheidend zu schwächen und zu beeinträchtigen. Es handelt sich um eine spektakuläre Operation, die den deutschen Truppen nach bereits zwei Jahren dauernden Kampfen und den Niederlagen in der Marne und den Argonnen wieder Mut machen soll.
Der Angriff auf Verdun
Der Angriff auf Verdun wird dem persônlichen Kommando des Kronprinzen unterstellt, dem
Thronfolger des deutschen Kaisers. lm Hinblick auf die Zahl der Soldaten und des Materials werden
kolossale Mittel eingesetzt.
Die Offensive wird zwischen Ende Februar und Ende August 1916 in drei Etappen verlaufen.
* Der erste Angriff ist brutal und folgt einer Vorbereitung durch die
Artillerie von beispielloser Intensität. Trotzdem rücken die deutschen Truppen nur wenig vor.
Dabei wird jedoch das Fort von Douaumont am 25. Februar eingenommen; erst am 24.
Oktober wird es wieder befreit.
Verdun ist bedroht. Der französische Widerstand, ist beispielhaft.
Verstärkung und Material treffen Tag und Nacht ein und werden über die einzige passierbare
Straße von Bar-le-Duc nach Verdun herangeschafft: die Voie Sacrée ("unverletzlicher" bzw; "heiliger Weg").
Durch viel Selbstlosigkeit und maßlose Opfer wird der deutsche Angriff aufgehalten.
* Bis März/April 1916, als die zweite Phase der deutschen Offensive beginnt, entscheidet
sich die Armee des Kronprinzen für eine neue Strategie, den Angriff über die Flügel, der den
Vorteil einer Verbreiterung der Front bot. Vergeblich: Mort-Homme, Côte du Poivre und dus
Fort von Vaux leisten heroisch Widerstand.
* Die dritte Phase der Schlacht beginnt. Die Front erweitert sich immer mehr.
Der Krieg wird zum Stellungskrieg und stockt in den Schützengräben.
Die deutschen Angriffe lassen nicht nach und die Schlacht erreicht ihren Höhepunkt.
Die Verluste sind bodenlos. Der letzte deutsche Angrlff scheitert vor der Poudrière de Fleury.
Von da an erhalten die deutschen Truppen den Befehl, nur defensiv zu handeln.
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